Samstag, 9. März 2013

Hirnkotze.

Nun sitze ich hier, nicht mehr weiter wissend.
Es wird mir langsam aber sicher alles zu viel, viel zu viel.
Ich frage mich nicht: "Warum ich? Warum muss das mir passieren?" Oder sonstiges, denn ich versinke nicht im Selbstmitleid, aber was ich frage ist: „Warum jetzt?
Warum jetzt und nicht morgen, warum jetzt und nicht schon gestern?
Man kann nie genau wissen, wann der nächste tief auftaucht und warum, alles was man weiß, ist, dass man ihn schnell wieder los werden sollte.

„Gehst du weg?“
„Seh ich so aus?“


Wie kann man jemanden lieben, wenn man sich selbst in Wahrheit hasst? Wenn man versucht, Punkte an sich selbst zu finden, die man mögen könnte?
Natürlich kann ich mich relativ gut leiden, aber anderseits hasse ich mich ebenso.
Versuchte gute Taten werden entwürdigt und auf dem Boden liegen gelassen. Enttäuschung quillt auf; Verzweiflung schießt aus dem Mund.
Warum jetzt und nicht morgen, warum jetzt uns nicht schon gestern?

Die Gedanken, die Wunschvorstellungen und Hoffnungen ergreifen einen so schnell. Ich frage mich, ob man Optimismus ablegen kann? Wann entsteht der Optimismus und wann der Pessimismus? Wieso bin ich jetzt eigentlich noch optimistisch veranlagt?
Weil ich Hoffnungen nicht aufgeben möchte. Es ist schön, an seinen Hoffnungen festzuhalten und daran zu glauben. Es wäre mir viel zu trostlos, immerzu zu schnell schlecht zu denken. Ich versuche immer und immer wieder offen an bestimmte Dinge zu gehen, auch wenn es nicht immer gelingt, aber was gelingt schon im Leben? Wenn man sieht, wie jemand eine Klausur mit einer guten Note zurückbekommt und sich dieser Mensch freut, freut man sich doch eigentlich mit, nicht wahr? Dieser Mensch freut sich, aber ist die Freude auch berechtigt? Ist es berechtigt, sich über eine falsche gute Note zu freuen, nur weil man nicht erwischt worden ist? Ich bin mir nicht sicher.
Natürlich bin ich selbst auch nicht immer ehrlich, was solche Sachen angeht, aber das ist auch der Grund, warum ich mich nicht unbedingt freue.

Sport ist in diesem Punkt wirklich ausschlaggebend. Man sieht, was man kann und woran trainiert werden muss. Es ist nicht leicht, hier zu täuschen, außer im Schulsport, wenn der Lehrer zu vertrauenswürdig ist und die Schüler machen lässt. Es den Schülern überlässt, die Runden der Freunde zu zählen, die diese gelaufen sind. Es ist einfach, hier ein oder zwei Runden mehr auszusprechen, aber packt einen da nicht das schlechte Gewissen?
Mich persönlich würde so etwas von innen zerfressen. Ich mag Unehrlichkeit nicht.
An bestimmten Punkten räume ich ein, dass ich selbst nicht der ehrlichste Mensch bin, den es gibt, aber das behaupte ich auch gar nicht. Manchmal ist es okay, die Unwahrheit auszusprechen, manchmal aber nicht. Wieso können Menschen den richtigen Zeitpunkt nicht immer sehen? Woran liegt das? Werden dafür Gene gebraucht? Erfahrungen? Erfahrungen.

Im Prinzip bin ich vom Charakter her froh, der Mensch geworden zu sein, der ich bin, auch wenn es natürlich immer Eigenschaften geben wird, die ich hasse.
Entweder versucht man an diesen Eigenschaften zu arbeiten, oder akzeptiert sie, das ist jedem selbst überlassen.

 Ich liebe es.


Kommentare:

Lisa Marie hat gesagt…

Ich zauber dir welche rüber ok? :D

Lisa Marie hat gesagt…

Daaaanke. :)
Ja fände ich auch nicht so schlecht!